Publikationen

In unserer Welt misst sich der Wert eines Wissenschaftlers, Literaten oder Künstlers ja gern daran, wie viele Artikel, Bücher oder sonstige Werke er veröffentlicht hat, bzw. wie oft und wo über ihn berichtet wurde. Ich weiß, dass es viele großartige Künstler gibt, denen das völlig egal ist oder die die Gabe der Selbstdarstellung nicht besitzen.

Ich bin da etwas zwiegespalten, denn wer am lautesten schreit ist nicht zwangsläufig auch der Beste. Dennoch kann ich mich dem nicht völlig entziehen. Will ich auch nicht! Ich weiß, dass es wichtig ist und deshalb gibt es diese Rubrik. Ich habe auch durchaus gern mit den verschiedenen Medien zusammengearbeitet. Denn einerseits schmeichelt es dem Selbstwertgefühl wenn man mit seiner Leistung öffentlich wahrgenommen wird und außerdem ist es auch immer ein Geben und Nehmen zum beiderseitigen Vorteil. Ein Sender oder eine Zeitung kann seinem Publikum einen interessanten, kurzweiligen Beitrag liefern, wenn sie z.Bsp. über eine Bodypainting-Aktion zwischen Eisskulpturen oder ähnlichem berichtet und der Künstler bekommt eine vieltausendfache Aufmerksamkeit, die er mit einer Ausstellung nicht erreichen könnte.

Im Laufe der Jahre haben etliche Sender, Zeitungen und Zeitschriften über mich berichtet. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass, wenn die mediale Aufmerksamkeit anhalten und sozusagen zum Selbstläufer werden soll, man ständig nachlegen muss. Ich hätte immer neue und verrücktere Aktionen anbieten müssen. Irgendwie schrill aussehen hätte auch nicht geschadet und in Interviews müsste man ständig sehr provokante Thesen aufstellen. Hm, will ich irgendwie nicht! So verrückt bin ich nicht und provokativ bin ich gar nicht gern. Im Gegenteil, ich lasse die Menschen gern das machen womit sie glücklich sind und ziehe gegenseitiges Verstehen oder zumindest Akzeptieren bei weitem vor. Ich lebe zwar schon etwas anders als gemeinhin als normal angesehen wird, aber in diesem Sinne sicher nicht unnormal genug. Ich habe zwar ein gewisses Talent für eine gute Show, sehe mich aber doch eher im Mittelfeld der Selbstdarsteller. Damit kann ich sehr gut leben, denn für die mediale Aufmerksamkeit, die mir bisher zuteilwurde, musste ich mich nicht verbiegen.

Wichtiger sind mir da schon die Dinge, die ich selbst publiziert habe, wie z.Bsp. mein Akt- & Lyrik-Buch „Mystery“ oder meine Bodypainting- und Landschafts-Kalender. Damit trete ich ganz bewusst mit ausgesuchten Arbeiten in die Öffentlichkeit.

Sehr viel hat mir auch die Zusammenarbeit mit dem Weltmeister der Großillusion „Der Hexer“ gegeben. Denn neben einigen TV- und Zeitungsbeiträgen sind zwei sehr schöne, kleine Bildbände entstanden.

Als Fazit kann ich sagen, dass ich zwar früher mit dem Gedanken geliebäugelt habe, mal sehr bekannt zu werden, aber mittlerweile gut damit leben kann, dass es mir in einem kleineren Rahmen durchaus gelungen ist und meine Kunst oder was ich dafür halte, mich gut ernährt. Weltweites Interesse für die Arbeit die man geleistet hat wäre sicher für jeden Künstler schön. Aber jeden Tag muss ich die Öffentlichkeit auch nicht haben.